Berlinale-Akkreditierung für die Presse: Fristen, Kosten und was Sie brauchen

Die Berlinale akkreditiert Journalistinnen und Journalisten aller Medien – Text, Video, Audio und Fotografie – sowie PR-Agenturen der gezeigten Filme. Die Presseakkreditierung kostet 70 € inklusive Mehrwertsteuer. Für die 76. Berlinale 2026 endete die Antragsfrist am 8. Januar 2026; die Details für 2027 will die Berlinale ab Herbst 2026 veröffentlichen. Ein Presseausweis allein reicht nicht: Verlangt werden ein Bestätigungsbrief der Redaktion und Veröffentlichungen.

Diese Seite fasst die Regeln der Berlinale mit Quellen zusammen. Wie Akkreditierungen allgemein ablaufen, steht unter Akkreditierung für Journalisten.

Ablauf und Fristen Nachweise

Auf einen Blick

  • Termin: 77. Berlinale, 10. bis 21. Februar 2027
  • Akkreditierungszeitraum: für 2027 noch nicht veröffentlicht; 2026 lief die Antragsfrist bis 8. Januar 2026
  • Kosten: 70 € inkl. MwSt.
  • Wer: Journalisten aller Medien (Text, Video, Audio, Foto) und PR-Agenturen der Festivalfilme
  • Nicht: unabhängige oder private Social-Media-Kanäle

Wer akkreditiert wird

Die Presseakkreditierung steht Journalistinnen und Journalisten aller Medien offen – Text, Video, Audio und Fotografie – und den PR-Agenturen der Filme im Festivalprogramm. Ob eine Akkreditierung erteilt wird, entscheidet die Berlinale anhand der eingereichten Unterlagen; sie kann Anträge auch ablehnen.

Antrag möglich

  • Print und Online (Text): Redakteurinnen und Redakteure sowie beauftragte Autorinnen und Autoren.
  • TV, Hörfunk und Web-TV: Teams aus Video und Audio, mit Namen und Funktion jedes Mitglieds.
  • Fotografinnen und Fotografen: mit Auftrag einer Redaktion oder Agentur.
  • Social-Media-Redaktionen, die zu einem journalistischen Medium gehören.
  • PR-Agenturen der eingeladenen Filme, mit begrenzter Zahl je Agentur.

Nicht vorgesehen

  • Unabhängige oder private Social-Media-Kanäle: Sie erhalten keine Presseakkreditierung.
  • Zwei Akkreditierungen zugleich: Festival- und Presseakkreditierung schließen sich aus.
  • Mehrere Berufsfelder: Sie wählen die Kategorie Ihres Hauptarbeitsfelds.
  • Weitergabe: Die Akkreditierung ist nicht übertragbar.

Freie Journalistinnen und Journalisten: Eine eigene Kategorie für Freie nennt die Berlinale nicht. Die Nachweise gelten für alle gleich – auch Freie brauchen also den Bestätigungsbrief einer Redaktion, die sie mit der Berichterstattung beauftragt, und passende Veröffentlichungen.

Quellen: Berlinale, Press Accreditation – Fee, Deadline and Requirements; Berlinale, Accreditation Steps; abgerufen am 29.09.2026.

Nachweise

Für den Antrag laden Sie Unterlagen hoch, die Ihre Tätigkeit und Ihren Auftrag belegen. Ein Presseausweis oder Angaben zum Verlag werden laut Berlinale nicht als Nachweis akzeptiert. Was je Mediengattung verlangt wird:

MediengattungBestätigung der TätigkeitVeröffentlichungen
Print und Online (Text)Offizieller Bestätigungsbrief der beauftragenden Redaktion mit Art, Umfang und Erscheinungstermin der geplanten Berichterstattung; dazu Mediadaten mit Reichweite (Auflage und Unique Visitors)Beiträge zur letzten Berlinale, wenn Sie damals akkreditiert waren; sonst oder nach einem Redaktionswechsel zwei aktuelle Beiträge über Film (max. 20 MB oder Link)
TV, Hörfunk, Web-TVBestätigungsbrief der Redaktion oder Produktion mit Angaben zur Sendung (Frequenz, Sendezeit, Reichweite) sowie Namen und Funktionen der TeammitgliederBeitrag zur letzten Berlinale oder ein aktueller Beitrag über Film (max. 20 MB oder Link)
FotografieBestätigungsbrief der beauftragenden Redaktion oder der Agenturleitung; zusätzlich ein Scan Ihres PresseausweisesVeröffentlichungen zur letzten Berlinale; bei der ersten Akkreditierung zwei aktuelle Arbeitsproben (max. 20 MB oder Link)
PR-AgenturenSchreiben der Agenturleitung, der Produktionsfirma oder des Verleihs mit den Filmen, die Sie vertretenkeine Angabe

Für alle Anträge: Halten Sie außerdem ein digitales Porträtfoto bereit. Die Berlinale behält sich vor, Anträge anhand der Unterlagen anzunehmen oder abzulehnen.

Quelle: Berlinale, Press Accreditation – Fee, Deadline and Requirements, abgerufen am 29.09.2026 (Angaben zur 76. Berlinale 2026).

Ablauf und Fristen

Der Antrag läuft vollständig online über ein persönliches Berlinale-Konto. Die Fristen unten gelten für die 76. Berlinale 2026 – die Termine für 2027 sind noch nicht veröffentlicht.

1

Konto anlegen

Legen Sie ein persönliches Berlinale-Konto an – mit einer persönlichen E-Mail-Adresse, nicht mit Sammeladressen wie info@. Die Adresse müssen Sie innerhalb von fünf Minuten bestätigen.

2

Antrag stellen

Kategorie wählen, Porträtfoto und Nachweise hochladen. Die Prüfung kann bis zu zehn Werktage dauern; eine Ablehnung ist möglich.

3

Bestätigen und zahlen

Nach der Zusage zahlen Sie 70 € per Kreditkarte oder PayPal – 2026 bis zum 30. Januar. Wer später zahlt, bekommt Badge und Zugang zum Ticketshop unter Umständen später.

4

Badge abholen

Ab einer Woche vor dem Festival erhalten Akkreditierte eine E-Mail mit Abholort und Öffnungszeiten der Ausgabe.

Frist76. Berlinale 202677. Berlinale 2027
Festival12. bis 22. Februar 202610. bis 21. Februar 2027
Antragsschluss Presseakkreditierung8. Januar 2026noch nicht veröffentlicht
Überweisung für Gruppen ab zehn Akkreditierungen vereinbaren13. Januar 2026noch nicht veröffentlicht
Stornierung mit Erstattung23. Januar 2026noch nicht veröffentlicht
Zahlung30. Januar 2026noch nicht veröffentlicht

Für 2027: Die Berlinale kündigt die Details zur Presseakkreditierung für 2027 ab Herbst 2026 an (Stand 29.09.2026). Zum Vergleich: Für die 75. Berlinale 2025 öffnete die Anmeldung laut Berlinale Mitte November 2024. Planen Sie Redaktionsauftrag und Arbeitsproben daher frühzeitig ein.

Quellen: Berlinale, Accreditation Steps; Berlinale, Fee, Deadline and Requirements; Berlinale, Festival Dates; Berlinale, Pressemitteilung vom 24.03.2026 zu den Festivaldaten 2027; Berlinale, Access Information; abgerufen am 29.09.2026.

Kosten und was die Akkreditierung umfasst

Die Presseakkreditierung kostet 70 € inklusive 7 % Mehrwertsteuer. Eine Erstattung gibt es nur bei rechtzeitiger Stornierung – 2026 bis zum 23. Januar –, und die Akkreditierung lässt sich nicht auf andere Personen übertragen.

Das umfasst sie

  • Vorführungen: Presse- und Publikumsvorführungen mit Badge plus vorab online gebuchtem Ticket – ohne Garantie auf eine bestimmte Vorführung oder Ticketzahl.
  • Pressekonferenzen: Zutritt allein mit dem Badge, ohne zusätzliches Ticket.
  • Veranstaltungen der Sektionen für akkreditierte Presse.
  • TV und Hörfunk: Aufnahmen bei Pressekonferenzen, Sektionsveranstaltungen und am roten Teppich.
  • Fotografie: Fotocalls, Pressekonferenzen (stark begrenzt) und Plätze am roten Teppich nach Verfügbarkeit.
  • Attendee List: ab Februar Zugriff auf die Liste der akkreditierten Fachbesucher, Presse und Studierenden.

Grenzen

  • Keine Aufnahmen aus Filmvorführungen: Sie verletzen das Urheberrecht.
  • Nur redaktionell: Aufnahmen für Marketing, PR oder reine Social-Media-Inhalte sind in den Pressebereichen nicht erlaubt.
  • Eröffnung und Preisverleihung: Filmen im Saal ist nicht möglich.
  • Sperrfrist: Kritiken zu Weltpremieren erst ab Beginn der ersten öffentlichen Vorführung plus 30 Minuten.
  • PR-Agenturen: ohne Foto- und Filmrechte.

Quellen: Berlinale, Accreditation Steps; Berlinale, Fee, Deadline and Requirements; Berlinale, Access Information (die Seite nennt noch die Daten der 75. Berlinale 2025); abgerufen am 29.09.2026.

Welche Rolle der Presseausweis spielt

Die Berlinale akkreditiert nach eigenen Regeln. Für Text, TV und Hörfunk verlangt sie keinen Presseausweis, und sie akzeptiert ihn ausdrücklich nicht als Nachweis. Nur Fotografinnen und Fotografen laden zusätzlich einen Scan ihres Presseausweises hoch – neben dem Bestätigungsbrief und den Arbeitsproben. Welche Ausweise sie dafür anerkennt, nennt die Berlinale nicht.

Der DVFJ-Presseausweis: Er ist ein verbandseigener Ausweis und kein bundeseinheitlicher Presseausweis. Er belegt Ihre journalistische Tätigkeit, ersetzt bei der Berlinale aber weder den Bestätigungsbrief der Redaktion noch die Veröffentlichungen. Das gilt für jeden Presseausweis: Keiner begründet eine Akkreditierung – die vergibt der Veranstalter nach eigenen Regeln.

Presseausweis und Akkreditierung: der Unterschied Presseausweise im Vergleich

Quelle: Berlinale, Fee, Deadline and Requirements, abgerufen am 29.09.2026.

Häufige Fragen

Die Presseakkreditierung kostet 70 € inklusive Mehrwertsteuer. Bezahlt wird nach der Zusage per Kreditkarte oder PayPal; für die 76. Berlinale 2026 bis zum 30. Januar 2026. Eine Erstattung gab es 2026 nur bei Stornierung bis zum 23. Januar 2026.

Nein. Die Berlinale akzeptiert einen Presseausweis oder Angaben zum Verlag nicht als Nachweis. Sie brauchen den Bestätigungsbrief einer Redaktion und Veröffentlichungen. Fotografinnen und Fotografen reichen den Presseausweis zusätzlich als Scan ein – als einen Nachweis unter mehreren.

Für die 76. Berlinale 2026 endete die Antragsfrist am 8. Januar 2026. Die 77. Berlinale läuft vom 10. bis 21. Februar 2027; die Details zur Akkreditierung für 2027 will die Berlinale ab Herbst 2026 veröffentlichen. Die Prüfung eines Antrags kann bis zu zehn Werktage dauern.

Ja, wenn Sie die Nachweise erbringen. Eine eigene Kategorie für Freie gibt es nicht: Sie brauchen den Bestätigungsbrief einer Redaktion, die Sie mit der Berichterstattung beauftragt, und Veröffentlichungen – bei der ersten Akkreditierung zwei aktuelle Beiträge über Film.

Nur Social-Media-Redaktionen, die zu einem journalistischen Medium gehören. Unabhängige oder private Social-Media-Kanäle erhalten laut Berlinale keine Presseakkreditierung. Eine eigene Creator-Kategorie nennt die Presseseite nicht.

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